Wir öffnen Augen – einen Perspektivenwechsel vollziehen

CBM – Christoffel Blindenmission. CBM unterstützt über 500 Projekte in 54 Ländern, um über

neun Millionen Menschen mit medizinischer Behandlung, Reha und Bildung zu helfen. Oft fällt es uns im Alltag jedoch schwer nachzuvollziehen, was ein Leben mit Behinderung für Schwierigkeiten mit sich bringt. Um einen Perspektivwechsel zu ermöglichen, bietet CBM für Schulen Aktionskoffer an, mit deren Hilfe Beeinträchtigungen simuliert werden können.

Die LK „Warnbergs soziale Gruppe“ hat sich mit dem Thema „Blindheit“ auseinandergesetzt. Der Aktionskoffer bietet hierfür neben verschiedenen Hilfsmitteln, wie einem Langstock, einem Blindenfußball oder Blindenschriftsets auch Spiele für die Sinne (hören, tasten) und tastbare Gemeinschaftsspiele wie UNO oder Domino an.

Zunächst sah die Gruppe einen Einführungsfilm über das Thema „Leben im Alltag mit einer Behinderung“ an. Nach einem kurzen Gespräch haben die Schüler/innen die Persprektiven gewechselt: Mit Hilfe von Augenbinden wurden sie in einen blinden Zustand versetzt. Nun wurde ein Parcours für Mitschüler

aufgebaut, durch den diese mit Hilfe des Blindenstocks laufen mussten. An einer weiteren Station wurde ein Hör– und ein Tastmemory gespielt. Wieder eine andere Gruppe übte sich in der Blindenschrift, was den Schülern die größten Schwierigkeiten bereitete. Die Buchstaben zu erfühlen, war ohne Übung fast unmöglich. Beim Erstellen eines Satzes in der Blindenschrift gab es auch Hürden – immer wieder wurde vergessen, dass man spiegelverkehrt schreiben muss, damit die gestanzten Punkte am Ende richtig herum gelesen werden.

„Gar nicht so einfach, bind zu sein“, war am Ende der Stunde das Fazit vieler Schüler. „Puh, das ist ganz schön anstrengend“, meinte ein anderer Schüler, „man muss ständig aufpassen, sonst läuft man gegen etwas.“