Arten von Computerviren

Computerviren kennt ja jeder. Doch wie unterscheiden sie sich in ihrer Aktivierung und Vorgangsweise?

Hier eine Liste von den verschieden Arten von Computerviren. Wer hätte gedacht, dass Computerviren so vielfältig sind.

Kategorie 1: Der Bootsektorvirus

Er ist der älteste Computervirus der Welt. Er nistet sich im Bootsystem ein und verändert dort Programmdaten so, dass der Computer nicht mehr hochfahren kann.

Kategorie 2: Der Trojaner

Der Trojaner ist ein ziemlich fieser Virus. Er ist häufig getarnt in harmlos ausehenden E-mails oder Spam-Mails, in denen häufig dazu aufgefordert wird, einen bestimmten Link anzuklicken oder einen Anhang zu öffnen. Bei Klick auf den Link bzw. bei dem Besuch der Webseite oder beim Öffnen eines infizierten Anhangs wird der Trojaner aktiv: Der Trojaner installiert dann ein Schadprogramm, welches folgende Absichten haben kann:

  • Der Keylogger: Er zeichnet die Tastatureingaben des Nutzers auf, um Passwörter zu erfahren. Der Hacker bekommt so Zugang zu fremden Accounts (z. B. E-Mail, Bankkonten, Steam, Webseiten, Instagram/Facebook/YouTube, Spielekonten …). Oder er kann sich unerlaubt an fremden Computer anmelden, um dann wichtige Daten zu verändern oder zu löschen.
  • Der Sniffer (Schnüffler):  Er analysiert alle Daten, die in Netzwerken (wie z. B. in Clouds) gespeichert sind. Diese Art von Schadprogrammen, die vom Trojaner installliert werden, wird häufig in Kombination mit anderen Schadprogrammen genutzt, um in Clouds größerer Unternehmen einzudringen. Ziel ist dann, dass dort wichtige Daten wie Passwörter gelöscht oder verändert werden.
  • Backdoorprogramme: Der betroffene Computer wird durch diese Schadprogramme vom Angreifer ferngesteuert. Diese Art wird häufig für Cyper-Terrorismus benutzt um z. B. Behördencomputer auszuspionieren oder technisch gesteuerte Infrastrukturen lahmzulegen (z. B. Energieversorgung). Die infizierten Computer werden dabei unbemerkt für die Angriffe genutzt, der Nutzer kann hier nichts tun. Ein ziemlich gemeines Schadprogramm.

Das hier ist ist nur ein kurze Liste von Programmen, die durch den Trojaner installiert werden können. Es gibt natürlich noch viel mehr Programme, die durch einen Trojaner installiert werden können.

Kategorie 3: Scriptviren

Diese Art von Viren versteckt sich auf häufig auf unseriösen Webseiten. Wenn der Nutzer die infizierte Webseite öffnet dann ist der Computer mit dem Virus infiziert. Der riesen Vorteil für den Angreifer bei dem Virus ist, dass der Virus in jeder Programmiersprache programmierbar ist. Bei infizierten Computer ist der Angreifer in der Lage, E-Mails selbst zu verschicken, Dateien entweder zu löschen oder umzubenennen, so dass der Nutzer wichtige Dateien nicht mehr wiederfindet.

Kategorie 4 : Programmviren

Dieser Virus ist besonders fies. Er versteckt sich in Programmen die als kostenlose Spiele im Internet getarnt sind. Häufig auch in harmlos aussehenden Musikdownloads versteckt. Wenn man dann die vermeintlich kostenlosen Spiele öffnet oder die vermeintlich kostenlose Musik abspielt, wird der Virus aktiv und kann massiven Schaden anrichten.

Kategorie 5: Makroviren

Diese Viren sind eigentlich wie Trojaner und verbreiten sich vor allem über den Download von Dateien bei unseriösen Webseiten oder in E-Mails. Im Gegensatz zu Trojaner kommen die Makroviren nur in Word- oder Excel-Dateien vor.

Kategorie 6: Computerwürmer

Computerwürmer sind ziemlich gemein, denn sie breiten sich von selbst aus. Diese Viren werden meistens über Ketten-E-mails verbreitet. Computerwürmer werden meistens dazu genutzt, um sensible Daten wie Passwörter, Dateien, Bilder oder Videos auszuspähen.

Artikel 13: das Internetdurchsetzungsgesetz – ist die Panik berechtigt?

Unsere Gut Warnberg Lebenskompetenz-Gruppe „We in a digital World“ klärt auf:

Um das Internetdurchsetzungsgesetz, kurz Artikel 13, wird in den letzten Tagen heiß diskutiert. Die Frage ist, ist die Panik berechtigt oder einfach reine Übertreibung?

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